E-Bikes

Pedelecs / E-Bikes

Illustration: E-Bikes
Private Sachversicherung

Worum geht es?

Pedelecs / E-Bikes

Jetzt unverbindlich beraten lassen

Was ist was?

Pedelec oder E-Bike — der Unterschied entscheidet

Ob Ihr Rad rechtlich als Fahrrad oder als Kleinkraftrad gilt, hängt allein von Motorleistung und Höchstgeschwindigkeit ab — und genau das bestimmt, welchen Versicherungsschutz Sie brauchen.

🚲

Pedelec

Der Motor unterstützt nur, solange Sie selbst treten. Bis 250 Watt Trethilfe und maximal 25 km/h Unterstützung bleibt es rechtlich ein Fahrrad — ohne Helm-, Versicherungs- oder Führerscheinpflicht.

🛵

E-Bike

Fährt auch ohne Treten und gilt als Leichtmofa: Fahrerlaubnis (mind. Klasse M), Prüfbescheinigung und Versicherungskennzeichen sind Pflicht. Eine Betriebserlaubnis ist erforderlich.

S-Pedelec

Das schnelle Pedelec unterstützt bis 45 km/h. Es benötigt eine Typenprüfung und wird wie ein E-Bike behandelt — also ebenfalls Kennzeichen und Fahrerlaubnis.

Der Einfachheit halber sprechen wir bei beiden „großen Rädern“ — E-Bike und S-Pedelec — im Folgenden nur von E-Bikes. Etwa jedes zehnte in Deutschland verkaufte Fahrrad zählt heute zu dieser Gruppe: ein Trend, der längst nicht mehr nur ältere Fahrerinnen und Fahrer erfasst, sondern zunehmend auch jüngere Menschen im städtischen Umfeld.

Haftung

Wer haftet — und wann die Privathaftpflicht nicht reicht

Wer einem anderen einen Schaden zufügt, muss dafür einstehen. Das gilt auch auf dem Rad mit Elektromotor — doch nicht jede Police deckt jedes Gefährt ab.

Bei Pedelecs lässt sich die Frage nur mit „teilweise vielleicht“ beantworten: Ältere Bedingungswerke der Privathaftpflicht hatten Räder mit Hilfsmotor schlicht nicht im Blick. Neuere Tarife schließen sie meist ausdrücklich ein — sicher ist das aber nur, wenn Sie es vor der ersten Fahrt prüfen lassen. Diese Prüfung übernehmen wir gerne für Sie.

⚠️

Bei E-Bikes und S-Pedelecs gilt Versicherungspflicht

Beide Radtypen fallen nicht mehr unter die Privathaftpflicht. Ohne Versicherungskennzeichen verstoßen Sie gegen das Pflichtversicherungsgesetz — das kann mit Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr und dem Entzug der Fahrerlaubnis geahndet werden.

Das Rad selbst absichern

Schutz für Rad, Akku und Motor

Ein E-Bike ist eine wertvolle Anschaffung — allein der Akku schlägt als Ersatzteil schnell mit einigen hundert Euro zu Buche. Je nach Radtyp stehen verschiedene Wege offen.

🏠

Hausratversicherung

Langsamere Pedelecs sind oft bereits gegen Feuer, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl, Sturm und Hagel mitversichert. Der einfache Diebstahl unterwegs lässt sich bei vielen Anbietern zusätzlich einschließen.

🔧

Fahrradversicherung

Bietet deutlich umfassenderen Schutz, der den aktiven Gebrauch einschließt: Sturz- und Unfallschäden, Vandalismus sowie Schäden an Akku und Motor — auch durch Tiefenentladung.

🛡️

Teilkasko für E-Bikes

Für die versicherungspflichtigen schnellen Räder oft zusätzlich zur Haftpflicht: Schutz bei Feuer, Diebstahl, Glasbruch, Kurzschluss, Marderbiss, Unwetter und Wildunfällen — auf Wunsch mit Akku- und Motorschutz.

Welche Deckung für Ihr Rad am besten passt, klären wir am besten gemeinsam in einem persönlichen Gespräch. Ergänzend lohnt fast immer eine private Unfallversicherung: Räder haben keine Knautschzone, und sie leistet rund um die Uhr — nicht nur auf dem Bike. Auch ein bestehender Verkehrs-Rechtsschutz hilft, wenn Sie nach einem Unfall Schadensersatz durchsetzen müssen.

Erst an den Versicherungsschutz denken, dann losfahren — viele Probleme rund ums E-Bike sind vermeidbar.
Aus der Praxis

Drei Schadenbeispiele aus dem Alltag

Sie stehen beispielhaft für die Vielzahl möglicher Szenarien — und zeigen, wie schnell aus einer Unachtsamkeit ein teures Problem wird.

🚗

Verkehrsunfall

Herr Meyer schrammt mit seinem gebrauchten E-Bike (45 km/h) einen geparkten Pkw an — Schaden rund 3.500 Euro. Da er ohne Versicherungskennzeichen unterwegs war, zahlt er nicht nur selbst, es folgt auch ein Strafverfahren.

🔋

Akkuschaden

Frau Simon fährt den Akku ihres Pedelecs vor der Wintereinlagerung „leer“. Durch die Tiefenentladung wird er geschädigt — der Ersatz kostet im Fachhandel knapp 400 Euro.

🔓

Diebstahl

Herr Stark schließt sein E-Bike am Bahnhof an. Abends findet er nur noch die zerschnittene Kette vor — das Rad ist weg. Ein neues kostet 2.000 Euro.

Fragen zu E-Bikes?

Wir vergleichen unabhängig den Markt und finden den passenden Schutz für Sie — persönlich, seit über 50 Jahren in Berlin.

Beratung anfragen