1. Prüfen
Der Versicherer prüft, ob und in welcher Höhe überhaupt eine Verpflichtung zum Schadenersatz besteht.
Eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt — sie schützt Ihr Vermögen, wenn Sie anderen einen Schaden zufügen.
„Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet." (§ 823 BGB).
Die Gefahr, im Alltag einen anderen zu schädigen, besteht immer — ein kurzer Moment der Unachtsamkeit genügt. Gerade bei Personenschäden können existenzbedrohend hohe Forderungen auf Sie zukommen. Per Gesetz haften Sie dafür unbegrenzt, also mit Ihrem gesamten Vermögen. Die Privathaftpflicht fängt genau dieses Risiko ab.
Per Gesetz haften Sie unbegrenzt — also mit Ihrem gesamten Vermögen. Genau dieses Risiko übernimmt die Privathaftpflicht für Sie.
Eine gute Haftpflicht prüft, zahlt — und wehrt ab. Diesen dreifachen Schutz nennt man auch „passiven Rechtsschutz".
Der Versicherer prüft, ob und in welcher Höhe überhaupt eine Verpflichtung zum Schadenersatz besteht.
Sind die Ansprüche berechtigt, übernimmt die Versicherung den Schaden im Rahmen der Bedingungen.
Unberechtigte oder überhöhte Forderungen wehrt der Versicherer ab — inklusive aller Kosten eines Rechtsstreits.
Üblich sind drei Varianten — der Leistungsumfang ist meist identisch, der versicherte Personenkreis unterscheidet sich.
Schutz für Sie als einzelne Person — voller Leistungsumfang. Achtung: Die Mitversicherung von Kindern ist meist nur im Familien-Tarif möglich.
Mitversichert sind auch Ehe-/Lebenspartner und Kinder (je nach Alter und Ausbildungsstatus). Wichtig: Baustein „Mitversicherung deliktunfähiger Kinder".
Gleicher Personenkreis wie im Familien-Tarif, aber vergünstigt — ab einem bestimmten Alter, weil das Schadenrisiko statistisch geringer ist.
Das Leistungsniveau guter Tarife ist hoch — doch gerade die entscheidenden Erweiterungen fehlen oft. Auf diese Bausteine achten wir für Sie:
Schädigt Sie jemand, der selbst keine Haftpflicht hat und zahlungsunfähig ist, springt Ihre eigene Versicherung ein — als hätte der Verursacher eine Police.
Schäden an der Mietwohnung (Parkett, Türen, Einbauküche, Sanitär) sind in fast allen guten Tarifen abgesichert — oft auch in Hotel und Ferienwohnung.
Der Verlust fremder Schlüssel (z. B. Schließanlage von Wohnanlage oder Firma) kann sehr teuer werden — guter Schutz schließt Code-Cards und Generalschlüssel ein.
Kinder unter 7 Jahren haften gesetzlich nicht. Ohne Zusatzbaustein bleibt der Geschädigte auf dem Schaden sitzen — mit Baustein zahlt Ihr Versicherer trotzdem.
Hilfe beim Umzug oder Hausbau kann teuer enden. Gute Tarife leisten auch bei Gefälligkeiten — achten Sie auf Höhe der Summe und mögliche Selbstbeteiligung.
Schäden im Ehrenamt sowie an geliehenen oder gemieteten Gegenständen gehören in eine moderne Police — hier lauern in Altverträgen oft Ausschlüsse.
Die Versicherung ersetzt verursachte Schäden bis zur vereinbarten Deckungssumme. Wie hoch diese ausfallen sollte, ist eine der wichtigsten Entscheidungen beim Abschluss.
Der Mehrbeitrag für eine höhere Summe ist gering, der Schutz im Ernstfall aber entscheidend — damit Sie nie Ihr eigenes Vermögen einsetzen müssen.
Nicht der günstigste Beitrag entscheidet, sondern der Leistungsumfang im Schadenfall. Wir prüfen für Sie unabhängig das Kleingedruckte — und finden den Tarif, der wirklich zu Ihrer Lebenssituation passt.
Die Privathaftpflicht kommt für Schäden auf, die Sie einem anderen zufügen – Personen-, Sach- und daraus folgende Vermögensschäden. Sie prüft jede Forderung, zahlt berechtigte Ansprüche und wehrt unberechtigte für Sie ab. Schäden an Ihrem eigenen Eigentum sind nicht versichert.
Verbraucherschützer empfehlen mindestens 10 Millionen Euro, idealerweise 15 bis 20 Millionen. Der Mehrbeitrag für eine höhere Summe ist gering, der Schutz im Ernstfall aber entscheidend – etwa wenn nach einem Personenschaden lebenslange Rentenzahlungen anfallen.
Ein Single-Tarif ist oft schon für unter 5 Euro im Monat zu haben. Gute Familientarife mit hoher Deckungssumme und starken Klauseln liegen meist zwischen 50 und 120 Euro im Jahr. Entscheidend ist nicht der Preis, sondern der Leistungsumfang.
Gute Tarife zahlen auch bei grober Fahrlässigkeit und verzichten auf eine Leistungskürzung. Vorsätzlich herbeigeführte Schäden sind dagegen nie versichert. Achten Sie beim Abschluss auf die Klausel grobe Fahrlässigkeit mitversichert.
Im Familientarif sind Ehe- oder Lebenspartner und Kinder meist beitragsfrei mitversichert – oft auch volljährige Kinder in Erstausbildung. Kleine Haustiere wie Katzen sind eingeschlossen; für Hunde und Pferde brauchen Sie eine separate Tierhalterhaftpflicht.
Wir vergleichen unabhängig die Bedingungen vieler Anbieter und finden den Schutz, der zu Ihrer Situation passt — persönlich und seit über 50 Jahren in Berlin.