Rechtsschutzversicherung

Die Rechtsschutzversicherung deckt rechtliche Beratung und Kosten im Falle eines Rechtsstreits ab. Sie erleichtert den Zugang zur Justiz unabhängig davon, ob der Versicherungsnehmer klagt oder beklagt wird.

Illustration: Rechtsschutzversicherung
Private Sachversicherung

Worum geht es?

Die Rechtsschutzversicherung deckt rechtliche Beratung und Kosten im Falle eines Rechtsstreits ab. Sie erleichtert den Zugang zur Justiz unabhängig davon, ob der Versicherungsnehmer klagt oder beklagt wird.

Jetzt unverbindlich beraten lassen

Allgemein

Wenn aus Streit ein Rechtsfall wird

Fast jeder Bereich des täglichen Lebens unterliegt heute gesetzlichen Regelungen — aus einer Meinungsverschiedenheit kann so schnell ein Rechtsstreit werden.

Auch im privaten Bereich wird der Weg zum Anwalt mitunter schneller notwendig, als einem lieb ist. Wer einen Prozess verliert, trägt im Zweifel auch die Kosten der Gegenseite — das kann schnell teuer werden. Hinzu kommt, dass sich die zahlreichen Gesetze ohne juristisches Hintergrundwissen kaum verstehen lassen.

Eine Rechtsschutzversicherung löst den Rechtsfall nicht für Sie, nimmt Ihnen aber die finanziellen Sorgen. Der Versicherer übernimmt die Kosten und Kostenvorschüsse, die zur Wahrnehmung Ihrer rechtlichen Interessen notwendig sind — abzüglich einer vertraglich vereinbarten Selbstbeteiligung.

Sie sollen nicht auf einen Anwalt verzichten müssen, nur weil ein Verfahren teuer wäre.
Kostenbeispiele

Wie schnell ein Rechtsstreit ins Geld geht

Zwei typische Fälle zeigen, welche Summen aus eigenen und gegnerischen Anwaltskosten sowie Gerichtskosten zusammenkommen können.

3.737 €Mietrecht: Kündigung wegen Eigenbedarfs, Streitwert 7.200 €
6.688 €Arbeitsrecht: Kündigung über zwei Instanzen, Streitwert 10.000 €
🧩

Komplett- oder Baukastentarif

Manche Versicherer sichern alle Bereiche in einem Kompletttarif ab, andere bieten ein Baukastenprinzip: Sie stellen Ihren Schutz aus einzelnen Bausteinen passgenau zusammen. Je nach Anbieter sind einzelne Bausteine — etwa Verkehr und Wohnung — nur in Kombination wählbar.

Die Bausteine

Schutz für die wichtigsten Lebensbereiche

Eine Rechtsschutzversicherung lässt sich auf die Bereiche zuschneiden, in denen Streit am ehesten entsteht.

🏠

Privat

Leistet bei privaten Streitigkeiten — vom Vertrags- und Schadenersatzrecht über das Steuer- und Sozialrecht bis hin zum Straf-, Opfer- und Beratungsrechtsschutz im Familien- und Erbrecht.

💼

Beruf

Hilft bei ungerechtfertigten Abmahnungen, Kündigungen, strittigen Arbeitszeugnissen oder ausbleibendem Gehalt. Im Arbeitsrecht trägt bis zur ersten Instanz jede Partei ihre Kosten selbst — unabhängig vom Ausgang.

🚗

Verkehr

Schützt bei Verkehrsunfällen, Bußgeldern und Streit mit Werkstatt oder Autohaus — bei vielen Tarifen auch als Radfahrer, Fußgänger oder Fahrgast. Der Schutz gilt je nach Versicherer europaweit oder weltweit.

🔑

Wohnung & Grundstück

Der Mietrechtsschutz greift bei Streit über Miethöhe, Nebenkostenabrechnung, Eigenbedarfskündigung oder Schäden. Vermieter sichern sich über eine separate Vermieterrechtsschutzversicherung ab.

Fragen zu Rechtsschutzversicherung?

Wir vergleichen unabhängig den Markt und finden den passenden Schutz für Sie — persönlich, seit über 50 Jahren in Berlin.

Beratung anfragen
Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Rechtsschutzversicherung

Was zahlt eine Rechtsschutzversicherung?

Die Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten eines Rechtsstreits – Anwalts- und Gerichtskosten, Gutachter und gegnerische Kosten im Rahmen der Bedingungen. Vor einer Klage prüft sie die Erfolgsaussichten und bietet oft eine telefonische Erstberatung.

Welche Bereiche deckt der Rechtsschutz ab?

Üblich sind vier Bausteine, einzeln oder kombiniert wählbar: Privat-, Berufs-, Verkehrs- und Wohnungs-/Mietrechtsschutz. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von Ihrer Lebenssituation ab – etwa ob Sie Mieter, Pendler oder Arbeitnehmer sind.

Gibt es eine Wartezeit?

Ja, für viele Bereiche gilt eine Wartezeit von meist drei Monaten – erst danach sind neue Streitfälle versichert. Verkehrsrechtsschutz greift oft sofort. Ein Streit, der schon vor Vertragsbeginn absehbar war, ist grundsätzlich nicht gedeckt.

Was bedeutet Selbstbeteiligung beim Rechtsschutz?

Die Selbstbeteiligung ist der Betrag, den Sie im Streitfall selbst tragen – häufig 150 bis 300 Euro pro Fall. Eine moderate Selbstbeteiligung senkt den Beitrag spürbar und ist für die meisten sinnvoll.

Was ist nicht versichert?

Nicht gedeckt sind in der Regel vorsätzliche Straftaten, Streitigkeiten rund um den Bau des eigenen Hauses sowie Fälle, die bereits vor Vertragsbeginn oder in der Wartezeit entstanden sind. Der genaue Umfang hängt vom Tarif ab.